Deister-Leine-Zeitung, 19.09.2006

Erstes Argestorfer Weinfest

Kultur und internationale Weine auf dem Hische-Hof

Argestorf (mi). Nun hat auch Argestorf sein erstes Weinfest erfolgreich hinter sich gebracht. Der Dorfbeirat als Veranstalter hat mit der Ausrichtung so richtig ins Schwarze getroffen und so viele Besucher angezogen, dass das Hofkarree von Harry Hische an der Calenberger Straße stets gut besucht war. Der Wettergott Petrus war dem Weingott Bacchus wohl gesonnen. Das niveauvolle Kleinkunstprogramm kam an. Duo Reerink/Rumprecht mit jiddischen Liedern und die Calenberger Saitenmusik mit Zither und Gitarre animierte zum Gläschen Wein.

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Einen vollen Präsentkorb erhielt Hofbesitzer Harry Hische (links) von Dorfbeiratchef Christoph von Mengersen als Dank für die "Hofbereitschaft" überreicht. Fotos: Mießen

Die Auswahl war reichlich, in rot, weiß und rosé aus Italien, Frankreich, Spanien und Deutschland. Internationale Spezialitäten zum Essen wurden angeboten und wieder Kulturelles. Und es gab Carlos Santo aus Peru mit lateinamerikanischen Liedern und Flamenco-Musik, Rezitate von Erich Kästner bis zu Nonsens-Versen von Robert Gernhardt von Robert Röhrkasten. Die beiden Lokalmatadore Minna und Mariechen (Yorck Heerhorst und Thomas Pinkowski) mischten sich unter die Gäste und tratschen fröhlich drauflos, verdingten sich aber auch als Kellner und servierten einige derbe, aber verdauliche Kleinigkeiten. Ihr später Sketch kam wieder einmal an.

Völlig unerwartet für die Argestorfer der Auftritt von Harry Hische mit Melone. Er hatte seinen Hof für das fröhliche Argestorfer Weinfest zur Verfügung gestellt und spielte mit der Drehorgel auf, sang dazu und sorgte für schwungvolle Stimmung.

Auch wenn in Holtensen gleichzeitig am Samstag ein Weinfest stattfand, haben sich die beiden Wennigser "Weinorte" nicht gegenseitig weh getan. Der eine machte es mit eigener Obstweinernte, die Argestorfer bevorzugten den südeuropäischen und deutschen Rebensaft mit internationalem Flair.

Dorfbeiratshef Christoph von Mengersenäußerte sich gegenüber der DLZ sehr zufrieden mit dem ersten Weinfest und freute sich, dass er auch Besucher aus den Nachbarorten begrüßen konnte. Viel Lob gab es von allen Seiten für alle Aktiven, die zu diesem gelungen Weinfest beigetragen haben. Der gesamte Dorfbeirat hatte erneut Schwerstarbeit geleistet, um für die Argestorfer mit Freunden und Bekannten wieder einmal das typisch Argestorfer "besondere Fest" zu feiern.

Bliebt zu hoffen, dass es nicht das letzte Weinfest gewesen ist, das im Hofkarree bei Harry Hische stattgefunden hat. Die gute Laune und die Zugaberufe waren nicht zuüberhören und klangen bis weit nach Mitternacht über den Hischehof an der Calenberger Straße.