Calenberger Zeitung, 13.04.2005

Ortsrat bemängelt große Schlaglöcher

Reaktion von der Gemeinde fehlt

Martin Redecke brachte am Montag ein eindrucksvolles Requisit mit zur Ortsratssitzung ins Dorfgemeinschaftshaus: Der Argestorfer Ortsbürgermeister hatte einen Steinbrocken aufgelesen, der aus einem Schlagloch in der Lübecker Straße stammt.

VON FLORIAN ARP

Argestorf. Der schlechte Zustand der Straßen in Argestorf bereitet den Ortsräten Bauchschmerzen: „Ich stelle den Antrag, bei der Gemeinde nachzufragen, wann die Schäden beseitigt werden“, verkündete Redecke bei der Sitzung. Er bemängelte außer den Löchern eine Rinne, die quer über die Lübecker Straße verläuft. „Die ist nach Bauarbeiten zurückgeblieben.“ Außerdem seien der Rad- und Fußweg auf der Calenberger Straße durch Baumwurzeln beschädigt. Neben einer Bushaltestelle sammele sich zudem Wasser auf dem Gehweg und im Winter sei es dort glatt.

„Es scheint, als würde es Argestorf auf der Karte der Gemeinde nicht geben“, ergänzte Regina Kamieth von Mengersen. Bereits vor längerer Zeit hätten die Argestorfer eine Anfrage an die Gemeinde gestellt, ob die durch viele Schwerlasttransporte belasteten Straßen repariert würden. „Wenigstens ein Feedback“ wünsche sie sich.

In der Ortsratssitzung regte Martin Redecke an, dass an den Ortseingängen Warnschilder aufgestellt werden, die auf Reiter hinweisen. Viele Autofahrer würden zu schnell fahren und dadurch Pferde erschrecken. Auch in dem Fall soll eine Anfrage an die Verwaltung gestellt werden. Die Ortsratsmittel in Höhe von 500 Euro für 2005 waren ebenfalls Thema der Sitzung. Redecke wies darauf hin, dass der Ortsrat in diesem Jahr aufgrund der Haushaltssperre nur Summen bis 15 Euro ohne Genehmigung durch die Verwaltung verteilen dürfe.

 

Mit einem Asphaltbrocken aus der Lübecker Straße (von links): Heinz Schendel (48), Regina Kamieth v. Mengersen (62), Martin Redecke (36) und Gabriele Knoll (46) vom Argestorfer Ortsrat. Arp