Lipperland Meute führt Reiter durch Feld und Flur |
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Schwache Beteiligung beim diesjährigen jagdlichen ReitenArgestorf (mi). Ideale Wetterbedingungen fanden die Akteure der Hubertusjagd in diesem Jahr vor. Doch die Beteiligung war mit 18 Reitern nicht gerade berauschend, das reiterliche Niveau dadurch jedoch keinesfalls gegenüber den Vorjahren geschmälert. Zahlreiche Zuschauer beobachteten die 25 Foxhounds der bundesweit bekannten Lipperland Meute mit dem „Master“ Helmut Rottschäfer und die Reiter bei der 27. Schleppjagd des Reitvereins Wennigsen. Start war auf dem Argestorfer Widderhof von Ernst-Günter und Hildegard Weiß. |
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Jagdherr Mathias Albrecht, entschied, dass in diesem Jahr nur in einem Feld geritten wird und führte dieses unter Jagdsignalbegleitung des Calenberger Bläserkreises „Ava-Lon“ an. Peter Twachtmann hatte auf der etwa 15 Kilometer langen Jagdstrecke mehrere Schleppen aus einem Gemisch von Heringssoße und Anis gelegt, denn das Reitjagen auf Lebendwild ist in Deutschland schon vor 70 Jahren verboten worden. So spürten die gut ausgebildeten Foxhounds im rasanten Tempo die Fährten auf und wiesen den Reitern den Weg. Nur einmal irrte die Hundemeute: Als sie sich der Landesstraße zwischen Argestorf und Bredenbeck näherten, erinnerten sie sich wohl, dass in den Vorjahren ganz in der Nähe die Jagd beendet war und es den leckeren Pansen zur Belohnung gab. Doch sie konnten wieder auf die richtige Fährte gebracht werden und stürmten über den abgeernteten Acker des Vereinsvorsitzenden Heinrich Schaper dem lockenden Ziel entgegen. Alle 18 Reiter folgten im kleinen Abstand und hatten bald die rund 25 Hindernisse von 60 bis 100 Zentimeter Höhe und bis zu einen Meter Tiefe überwunden. |
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Nur kleine Blessuren und kurze „Abstiege“ hatte es unterwegs gegeben. Bequemer hatten es da die Zuschauer auf den fünf Anhängern. Sie wurden dicht an die Orte des Geschehens gefahren. Am Ziel – einer Weide in der Nähe der Argestorfer Reithalle – angekommen, erhielten die sportlichen Amazonen und Reiter ihren verdienten Lohn – den so genannten Bruch, einen frisch abgebrochenen Eichenzweig, der ihnen von Widderhof-Chefin Hildegard Weiß in die Brusttasche des roten oder schwarzen Reiterrocks gesteckt wurde.
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Einzelsieger gibt es nicht, Gewinner sind alle, die den nicht gerade einfachen Jagdparcours erfolgreich beendet haben. Die große Hundemeute bekam ihr schon mit Unruhe erwartetes Curée – den frischen Pansen. |
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Nachdem das Halali zum Jagdende geblasen wurde, Pferde und Hunde versorgt waren, stärkten sich die Beteiligten in der Scheune vom Argestorfer Widderhof mit ihrem Jagdschmaus, einem kräftigen Gulasch mit Nudeln. Sie hoffen für das nächste Jahr wieder auf eine größere Beteiligung.
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