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Calenberger Zeitung, 22.04.2004 |
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Argestorfer führen selbst Regie |
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Videofilm soll die Ortsgeschichte dokumentieren – Dorf wird erstmals 1252 erwähnt |
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Die Argestorfer wollen eine Dorfchronik herausbringen – als Videofilm. Geplant ist eine Dokumentation, die die Ortsgeschichte kompakt und spannend aufbereitet. Von Jennifer Böhme Argestorf. Historische Meilensteine gibt es in Argestorf genug. Vor zwei Jahren feierte das Dorf sein 750-jähriges Bestehen. In einer Urkunde aus dem Jahr 1252 wird die Ortschaft erstmals als „Herkestorpe“ erwähnt. Eine umfassende Chronik wurde 2002 aber nicht erstellt. Das soll jetzt nachgeholt werden – aufbauend auf dem bereits fertigen 50-minütigen Film „750 Jahre Argestorf – Impressionen eines Ortsjubiläums“.
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Aus längst vergangener Zeit: Das Herrenhaus auf dem „Widdergut Vier Eichen“ wurde 1844 gebaut. Böhme |
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Ortsbürgermeister Yorck Heerhorst hat schon ein grobe Vorstellung davon, wie der Videofilm über Argestorf später aussehen soll. Die Dokumentation soll eine Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart werden. Bilder, die das 400-Seelen-Dorf heute zeigen, und ein historischer Rückblick werden miteinander verknüpft. „Leider ist die Geschichtsschreibung über den Ort mager und lückenhaft“, sagt Heerhorst. Es werde schwierig werden, alte Urkunden aus längst vergangenen Zeiten aufzutreiben. Durch Interviews mit älteren Argestorfern, die viel über ihren Ort erzählen können, soll der Film lebendiger werden. Der Ortsbürgermeister hat sich schon einige Interview-Kandidaten ausgeguckt, die interessante Geschichten und Anekdoten auf Lager haben. „Vielleicht kann man auch gespielte Szenen einfügen, damit die Chronik nicht zu trocken wird“, überlegt Heerhorst. Einen konkreten Zeitplan, bis wann der Film über die Vergangenheit von Argestorf fertig sein soll, gibt es noch nicht. Fest steht nur, dass das Video nicht von einem professionellen Team, sondern in Eigenregie von den Argestorfern gedreht werden soll. Es müssen Arbeitsgruppen gebildet werden, die alle Bereiche abdecken: von A wie Aufnahme bis Z wie Zeitzeugen finden. „Frühestens im Herbst werden wir loslegen“, schätzt Heerhorst. Bis dahin wird auch ein detailliertes Konzept vorliegen, das den Argestorfern vorgestellt werden soll.
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Die UmfrageDer Film – eine gute Idee? |
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Stephanie Hohmann (32) |
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Jürgen Schmalz (47) |
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Karin Heyer-Miskovic |
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Tino Tallowitz (14) |
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„Ich interessiere mich für die Dorfgeschichte.
Ich wohne seit elf Jahren in Argestorf. Es ist
spannend, wenn man sieht, wie sich ein Ort entwickelt.
Ich würde mir den Film ansehen. Eine schriftliche
Chronik würde mir aber auch genügen.“ |
„Ich finde die Idee gut, keine Chronik im herkömmlichen Sinne, sondern als Film herauszubringen. Ich frage mich nur, ob sich der Aufwand für einen kleinen Ort wie Argestorf auch lohnt. Kaufen würde ich mir den Film aber auf alle Fälle.“ |
„Vor allem die jüngere Generation wird die Film-Idee ansprechen. Ich würde mir den Film auch mit Interesse ansehen. Mich fasziniert, dass einige Familien schon seit Generationen in Argestorf fest verwurzelt sind. “ |
„Ich bin erst vor eineinhalb Jahren nach Argestorf gezogen. Für die Historie des Ortes interessiere ich mich nicht so sehr, obwohl ich die Idee gut finde. Die Dorfchronik in einen Film zu verpacken, spricht sicherlich viele an.“ |
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